Ulrike Wessel

Sie sind für den BFW engagiert. Was bedeutet Verbandsarbeit für Sie?

Ich kenne den BFW und sein Engagement schon seit langer Zeit und sehe die Verbandsarbeit als ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen der Politik und der Immobilienwirtschaft. In Hamburg besonders hervorzuheben ist das Engagement im “Bündnis für das Wohnen” und die entsprechende Unterstützung der Verbandmitglieder bei komplizierten Themen. Darüber hinaus ist er Netzwerk zum intensiven Austausch über Projekte, Entwicklungen, Politik und Branchenneuigkeiten.

 

Welches Ihrer Projekte würden Sie derzeit gerne hervorheben?
„My4walls“, die Umnutzung des denkmalgeschützten Bürogebäudes Kapstadtring 1, das 1966  das erste Bürogebäude in der City Nord war. Wir revitalisieren das 12-geschossige Gebäude und wandeln es in ein Boarding-House mit 143 Appartements um. Die Herausforderung besteht im sensiblen Umgang mit dem Bestandsgebäude, der Anpassung an die aktuellen technischen, statischen und energetischen Anforderungen, und der Abstimmung mit dem Denkmalschutz.

 

Auf welches Ihre Projekte sind Sie besonders stolz?
Ich bin stolz darauf, mit unserem Projekt „My4walls“ ein Teil der spannenden Weiterentwicklung der City Nord „Bürostadt im Grünen“ zu sein, wo täglich 30.000 Menschen arbeiten. Schließlich galt die City Nord einst zu einem der anspruchsvollsten Projekte in Europa.

 

Was würden Sie gerne einmal bauen / entwickeln?
Einen Freizeitpark: Eine Anlage, umweltverträglich in einen Wald gebaut, mit Kletteranlage, Hochseilgarten, Outdoor-Aktivitäten. Mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten: Baumhäuser, Cubes, Hobbithäuser, …

 

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?
Unternehmerisch: Passende Grundstücke finden, bezahlbaren Wohnraum bauen, Überzeugungsarbeit bei Politik und Bevölkerung, auch um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.
Und: Das Wachstum unseres Unternehmens strukturell zu begleiten.

 

Welche Vision haben Sie für die Branche?
Bei allem wirtschaftlichen Interesse nicht vergessen, dass wir mit dem was wir tun eine Verantwortung tragen, für die Nutzer, die Bewohner, für das Stadtbild, für die Nachhaltigkeit.

 

Was treibt Sie an?

Der Spaß an Herausforderungen; mich motiviert der Satz von Henry Ford: Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Und der Glaube daran, dass die Menschen, die in den von uns realisierten Projekten leben, sich wohl fühlen.


Auf welche persönliche Leistung sind Sie besonders stolz?
Der Zieleinlauf beim New York Marathon

 

Wie entspannen Sie sich am besten?
Beim Klettern, Laufen, Bergsteigen. Und bei Gesprächen mit guten Freunden.

 

Mit wem würden Sie sich gerne einmal unterhalten?
Mit Reinhold Messner. Als Extremsportler, als Politiker, als Motivator, Umweltschützer und als Bauherr seiner spektakulären Museen.