Christian Manke

Sie sind für den BFW engagiert. Was bedeutet Verbandsarbeit für Sie?
Die Kernaufgabe von Verbänden liegt meiner Meinung nach in einer schnellen und effektiven Informations- und Wissensvermittlung. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit ist Wissenstransfer ein hohes Gut. Dieses kann durch Austausch der jeweiligen Mitgliedsfirmen als auch externer Informationsträger erfolgen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lobbyarbeit, die aktiv durch den Verband vorangetrieben wird.

 

Welches Ihrer Projekte würden Sie derzeit gerne hervorheben?
Wir stecken gerade mitten in der Projektierung eines Quartiers bei Schleswig, direkt an der Schlei. Auf dem ehemaligen Gelände einer Kaserne entwickeln wir auf diversen Grundstücken ca. 130 Wohneinheiten, die alle einen unverbaubaren Blick und direkte Anbindung an die Schlei haben.

 

Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz?
Die Frage erachte ich als ziemlich schwierig, da zunächst einmal jedes Projekt besonders viel Aufmerksamkeit erhält, sofern es neu angekauft wird und in der Projektierung ist. Während dieser Phase ist man besonders stolz und der Meinung, dass dieses Projekt vermeintlich das Schönste in dem Jahr gewesen ist. Doch dann kommt die nächste Projektentwicklung auf den Tisch, die ebenfalls besondere Beachtung und Interesse erhält. Es gibt sicherlich Projekte, die sind besonders hervorzuheben, jedoch denke ich, sind wir mit unserer Mannschaft auf alle abgeschlossenen Projekte stolz.

 

Was würden Sie gerne einmal bauen/entwickeln?
Unser Unternehmen ist seit über 57 Jahren spezialisiert auf das Neubauprojektgeschäft. Mich würde jedoch auch eine größere Revitalisierungs- und Modernisierungsmaßnahme reizen.

 

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?
Die größte Herausforderung, vor der nicht nur unser Unternehmen steht, ist die derzeitig angespannte Lage im Bereich der Grundstücksakquise und der knappen Anzahl und Verfügbarkeit der Handwerksfirmen.
Der seit fast 10 Jahren wachsende Immobilienmarkt lädt immer mehr ein, sich in diesem Bereich zu tummeln. Doch durch das knappe Angebot von Grundstücken und auch Handwerksfirmen ist die Lage auch weiterhin angespannt.

 

Was treibt Sie an?
Erfolg – Erfolg ist mit Sicherheit ein Motivator und eine Triebfeder. Wenn ich zurückblicke und mir die ganzen Projekte noch einmal vor Augen führe, die wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern auf den Weg gebracht haben, so erfüllt es mich immer wieder mit Stolz und gibt mir gleichzeitig Bestätigung, dass nicht alles falsch war, was man vorangebracht hat. Besonders jetzt schon freue ich mich auf unsere alljährliche Weihnachtsfeier, auf der wir wie immer einen Rückblick über abgeschlossene Projekte halten und da wird einem meist erst bewusst, was für eine „Schlagkraft“ wir mit unserer kleinen Mannschaft doch haben. Dieses Gefühl treibt mich immer wieder aufs Neue an?

 

Wie entspannen Sie sich am besten?
Abends bei einem leckeren Weizenbier – entweder mit, aber auch gerne mal ohne Kinder. Gerne aber auch bei einem Strandspaziergang an der Ostsee.

 

Mit wem würden Sie sich gerne einmal unterhalten?
Ich würde mich gerne noch einmal mit meinem Großvater unterhalten. Er war immer ein Vorbild und hat das Unternehmen aufgebaut und geprägt wie kein anderer. Ich würde mit ihm noch einmal sprechen und ihm erzählen wollen, wie sich doch der Immobilienmarkt in den letzten Jahren verändert hat: Digitalisierung, energetische Anforderungen als auch die Bürokratisierung wären da nur einige von vielen Hauptpunkten.