Deutlich mehr Baugenehmigungen in Hamburg und Schleswig-Holstein

Laut Statistikamt Nord wurde in Hamburg im ersten Halbjahr 2020 der Bau von 4.550 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 61,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in Schleswig-Holstein stieg die Zahl der neu genehmigten Wohnungen an. Der Landesverband Nord des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) wertet dies als Beleg für die Stabilität der Branche – auch in schwierigen Zeiten.

Die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gibt die Zahl der genehmigten Wohnungen von Januar bis Juni 2020 mit 4.614 an. Der Unterschied zu den Zahlen des Statistikamts Nord erklärt sich durch zeitliche Verzögerungen aufgrund der Meldewege.

Sönke Struck, Vorstandsvorsitzender des BFW Landesverbands Nord: „Die außerordentlich guten Zahlen für Hamburg zeigen, dass die Immobilienbranche ein Stabilitätsanker ist. Während des Lockdowns haben wir an dem Ziel weitergearbeitet, dauerhaft ausreichend Wohnraum in Hamburg zu schaffen. Bedanken möchten wir uns bei Bezirksämtern, die an dem Strang mitgezogen haben. Wir sehen: Das Bündnis für das Wohnen in Hamburg bewährt sich auch in Krisenzeiten.“

Die Entwicklung jetzt nicht gefährden

In Schleswig-Holstein wurden von Januar bis Juni 2020 insgesamt 7.575 Wohnungen genehmigt, was einem Plus von 8,6 Prozent entspricht. „Auch in Schleswig-Holstein haben wir ein sehr gutes Ergebnis. Das stimmt uns optimistisch für den Wohnungsbau im Norden“, sagt Sönke Struck. Sein Appell: „Diese Entwicklung dürfen wir nicht gefährden! Wer jetzt weiter an der Regulierungsschraube dreht, handelt fahrlässig.“

Anders sieht die Tendenz bei den Nicht-Wohngebäuden aus: In Hamburg sank die Zahl der Baugenehmigungen in diesem Bereich um 11 und in Schleswig-Holstein um 2,6 Prozent. „Bei den Gewerbeimmobilien schlägt die Corona-Krise stärker durch als bei den Wohnimmobilien. Das haben auch unsere Mitgliederumfragen der letzten Monate gezeigt“, so Sönke Struck. „Fast jeder fünfte Gewerbemietvertrag ist corona-bedingt von Zahlungsausfällen betroffen.“

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