5. Gewerbeimmobilientag des BFW: Wohnen und Gewerbe gehen Hand in Hand

Bereits zum 5. Mal fand am 31.05.2018 der Gewerbeimmobilientag des BFW Bundesverbands gemeinsam mit dem BFW Nord statt. Veranstaltungsort war die Halle 424 im Hamburger Oberhafenquartier. Zum Auftakt der gut besuchten Veranstaltung lobte Moderator Norman Meyer von Drees & Sommer das „sensationelle Händchen der Organisatorinnen für Locations“. Denn trotz der hochsommerlichen Temperaturen wehte in der Halle ein kühles Lüftchen. Das Team sorgte mit Eis und kühlen Getränken für die Erfrischung der Gäste.

Bereits zum 5. Mal fand am 31.05.2018 der Gewerbeimmobilientag des BFW Bundesverbands gemeinsam mit dem BFW Nord statt. Veranstaltungsort war die Halle 424 im Hamburger Oberhafenquartier. Zum Auftakt der gut besuchten Veranstaltung lobte Moderator Norman Meyer von Drees & Sommer das „sensationelle Händchen der Organisatorinnen für Locations“. Denn trotz der hochsommerlichen Temperaturen wehte in der Halle ein kühles Lüftchen. Das Team sorgte mit Eis und kühlen Getränken für die Erfrischung der Gäste.

Grußworte steuerten Peter Jorzick, stellvertretender Vorsitzender des BFW Landesverbands Nord, und Christian Bruch, Geschäftsführer des BFW Bundesverbands bei.

Martin Schaer von Matrix Immobilien stellte sein Projekt LaHoMa vor – die Revitalisierung des Einkaufszentrums am Langenhorner Markt. Dort setzte Matrix Immobilien erstmals das Konzept einer Living Plaza um, die Wohnen, Shoppen und Einkaufen miteinander verbindet. Denn neben Einzelhandelsflächen, Büros und Gastronomie entstehen hier 120 neue Wohnungen.

Was braucht ein Quartier, um sich gut zu entwickeln?

In der ersten Podiumsdiskussion des Tages stellten sich anschließend Martin Schaer, Dr. Claudia Weise von BNP Paribas und Mark Classen von der Urban Future Development der Frage: „Was braucht ein Quartier, um sich positiv zu entwickeln?“ Die Antwort: Wohnen und Nahversorgung, kurze Wege und ein vernünftiges Management. Claudia Weise betonte, dass außerdem auch manchmal ein langer Atem notwendig sei – zumal wenn es sich um eine Neuentwicklung wie das Überseequartier in der Hamburger HafenCity handele.

Susanne Metz, Leiterin der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, stellte die Strategien für „Mehr Stadt in der Stadt“ und „Mehr Stadt an neuen Orten“ vor. Dabei wurde deutlich, dass überall dort, wo Wohnraum entsteht, heute auch Gewerbe „mitgedacht“ wird – so zum Beispiel auch in Oberbillwerder, wo in den nächsten Jahren ein ganz neuer Stadtteil entstehen soll.

Mit der Zukunft des Büros befasste sich Matthias Pietzcker von Combine Consulting in seinem Vortrag. Er betonte, dass die Arbeitsumgebung für viele Mitarbeitende eine wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers spiele. Deshalb plane Combine Consulting keine Büros, sondern „tätigkeitsorientierte Arbeitsumfelder“. Ein Beispiel für eine solche Planung lieferte Richard Winter von Jones Lang LaSalle. Die neue Hamburger Niederlassung des Unternehmens wurde nach der „Human Experience Workplace Strategy“ gestaltet. Sie bietet neben Einzelarbeitsplätzen auch loungige Ruhezonen sowie Flächen, auf denen größere Teams zusammenarbeiten können.

Eine spektakuläre Projektentwicklung stellte Ulrike Wessel von der Isaria Wohnbau vor. Ihr Unternehmen machte aus dem denkmalgeschützten Bürogebäude am Kapstadtring 1 in der City Nord das moderne Boarding House „My 4 Walls“, das im Mai 2018 nach einer vierjährigen Entwicklungsphase eröffnet werden konnte.

 

Wohnen auf dem Supermarkt: eine klassische Win-win-Situation

Mit dem Thema „Wohnen auf dem Supermarkt“ befasste sich Boris Böhm von Lademann & Partner. Er betonte, dass dieses Konzept schon seit Langem umgesetzt werde. Neu sei aber, dass die Betreiber von Supermärkten nun auch selbst als Projektentwickler und Bestandshalter auftreten. Dies sei eine klassische Win-win-Situation. Denn die Betreiber haben größere Chancen, den Zuschlag für ein Grundstück zu erhalten, wenn sie gleichzeitig Wohnraum schaffen. Die Städte profitieren von den zusätzlichen Wohnungen und die Bewohner von extrem kurzen Wegen.

An der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema nahmen außer Boris Böhm auch Jenny Stemmler, Bereichsleiterin Immobilien bei der Lidl GmbH & Co. KG in Berlin, und Dr. Stefan Geiger von der Kanzlei GSK Stockmann teil. Stemmler betonte, dass das Wohnen auf dem Supermarkt vor allem ein Instrument sei, um in hochverdichteten Lagen noch Projekte zu realisieren. Ähnlich sah es Stefan Geiger. „Man kommt mit der Stadt leichter in eine Verhandlungsposition, wenn man auch Wohnraum schafft“, erklärte er.

So kam auch Dr. Verena Herfort, die Geschäftsführerin des BFW Landesverbands Nord, in ihrem Fazit des 5. Gewerbeimmobilientages zu dem Schluss: „Wohnen und Gewerbe müssen Hand in Hand gehen.“

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