Agenda Aktuell

Tarifrecht aktuell: Neuer Vergütungstarifvertrag für die Immobilienwirtschaft

  • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020.
  • Die Löhne und Gehälter (nicht die Auszubildendenvergütungen) werden um 2,7 Prozent p. A. aufgerundet auf volle € 5,00 angehoben.
  • Die Ausbildungsvergütungen werden um monatlich 50 Euro für jedes Ausbildungsjahr angehoben.

Nach Erhalt der Vergütungstabellen stellen wir diese den Mitgliedern des BFW auf Anfrage gern zur Verfügung.


CRES Studie 2019­ – Mitgliederumfrage

Damit dies auch weiterhin so bleibt und wir uns für unsere Mitglieder konstruktiv im Bündnis für das Wohnen für zuverlässige Rahmenbedingungen einsetzen können, benötigen wir immer aktuelle und zuverlässige Daten über den Hamburger Mietwohnungsmarkt. Daher wird es Zeit die Studie fortzuführen!

Zur Vergleichbarkeit und Objektivierung der politischen Diskussion haben wir denselben Stichtag wie die Mietspiegelerhebung gewählt (01.04.) und uns auf die wichtigsten Aspekte beschränkt.

Wir wissen, dass die Zusammenstellung der Daten mit zum Teil sehr hohem Zeitaufwand und persönlichem Einsatz verbunden ist. Aber die Ergebnisse dieser verbändeweiten CRES-Studie haben gezeigt, was fundierte und nachvollziehbare Zahlen bewirken können.

Alle von zur Verfügung gestellten Daten dienen ausschließlich dem Zweck der Studie. Nachdem die vertrauliche und  anonymisierte Auswertung erfolgt ist, werden alle Daten gelöscht. Eine Vertraulichkeitserklärung hierzu wurde abgeschlossen und kann gerne  angefordert werden. Es findet keine Auswertung der Daten nach Verbandszugehörigkeit und nach Gesellschaftsform mehr statt. Vielmehr sollen die Daten der vorherigen Erhebungen genutzt werden, um Trendaussagen und langfristige Vergleiche anzustellen.


Frohe Ostern

ostern-ohne_klein

Für Lesestoff über die Feiertage ist gesorgt: Unser aktueller Newsletter ist online.

Wir wünschen schöne und erholsame Ostertage!


Weiterbildungspflicht für Makler und Verwalter – auch Seminare des BFW Nord anrechenbar

BFW_Siegel_Anerkannrte_Weiterbildung_NEU

Seit dem 1. August 2018 gibt es die Weiterbildungspflicht für Makler und Verwalter von 20 Stunden innerhalb eines Zeitraumes von drei Kalenderjahren, nach dem Themenkatalog der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV).

Sie können sich unsere BFW Seminare auf diese Pflicht anrechnen lassen, wir stellen Ihnen gern entsprechende Zertifikate aus.

Das Abschlusszertifikat kann auch als Qualifizierungsnachweis gegenüber ihren Kunden verwendet werden.

Zu unserem Seminarprogramm.


Die Arbeitskreise werden zu Fachforen

Fünf Arbeitskreise hat der BFW Landesverband Nord: „Energie und Bautechnik“, „Junges Netzwerk“, „Marketing und Innovation“, „Recht und Finanzen“ sowie „Verwalter und Bestandshalter“. Sie treffen sich regelmäßig, um sich zu aktuellen Themen auf den neuesten Stand zu bringen und Erfahrungen auszutauschen. Das soll auch so bleiben. Allerdings ändert sich die Bezeichnung, aus den Arbeitskreisen werden Fachforen: Denn es handelt sich dabei nicht um geschlossene Gruppen.

Jeder ist willkommen und kann sich einbringen. Also kommen Sie vorbei und reden Sie mit!

Sie haben Themenvorschläge für unsere Fachforen? Sprechen Sie hierzu auch gern unsere Vorsitzenden an:

  • Energie u. Bautechnik: Andreas Aksif, Paul-Günter Frank, Fred Skolaschinski
  • Junges Netzwerk: Christopher Stefes, Jennifer Walther
  • Marketing u. Innovation: Martin Kock, Christian Manke, Marc Schmidt
  • Recht u. Finanzen: Katharina Feddersen, Mathias Sinhuber
  • Verwalter u. Bestandshalter: Andreas Hoffmann, Philipp Kersig

Ein Blick zurück: Der BFW-Deutsche Immobilien Kongress im Film

Rund 400 Gäste, eine Top-Location und ein hochklassiges Programm: Der Deutsche Immobilien Kongress 2019 des BFW Bundesverbandes hat die Erwartungen noch übertroffen. Werfen Sie mit uns, den Teilnehmern und unseren Gästen einen Blick zurück auf unsere Jahresveranstaltung im Berliner AXICA!

 

 

 


Warm-up zum BFW Deutscher Immobilien Kongress

Am 28. März 2018 fand ich Berlin der BFW – Deutscher Immobilienkongress 2019 statt. Der Landesverband Nord lud aus diesem Anlass zu einem vorabendlichen Warm-up in die Hamburgische Landesvertretung in Berlin.  Über 100 Gäste aus den verschiedenen  Landesverbänden des BFW folgten der Einladung. Das Motto des Kongresses „verwurzelt im Land – vernetzt im Bund“ wurde so bereits am Vorabend mit Leben gefühlt. Klare und mahnende Worte zum Agieren von Parteien, Politikern, Medien und Meinungsbildner fand Professor Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, in seiner Keynote. Seine Präsentation von Umfrageergebnissen und Auswertungen sorgte bis spät in den Abend für regen Gesprächsstoff.

Bildergalerie


MIPIM-Awards für WOODIE Hamburg

f32314a3-c59a-4379-a59d-c71379a0774e

Im März traf sich die internationale Immobilienbranche wieder zur MIPIM in Cannes.

Einer der Messehöhepunkte war auch in diesem Jahr die Vergabe der MIPIM-Awards. 44 Projekte aus 21 Ländern hatten es in die Endrunde geschafft. Den Sieg in der Kategorie „Best Residential Development“ trug ein Hamburger Projekt davon: Das Studentenwohnheim WOODIE setzte sich gegen die internationale Konkurrenz durch. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt zweier Mitgliedsunternehmen aus dem BFW Landesverband Nord: der PRIMUS developments GmbH sowie der Senectus GmbH.

Das WOODIE in Hamburg-Wilhelmsburg ist das größte Holzmodulhaus der Welt und zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Bauweise aus: Das siebengeschossige Hybrid-Gebäude wurde aus 371 Holzmodulen errichtet, die wie Legosteine aufeinandergestapelt wurden. Die Bauzeit für die rund 13.000 Quadratmeter betrug dadurch nur elf Monate. „Es war unser Ziel zu zeigen, dass sich der CO2-Footprint einer Immobilie erheblich reduzieren lässt, wenn wir die Art des Bauens ändern und wie wir so unseren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten können“, so Achim Nagel von PRIMUS developments GmbH.


Der Landesverbandstag des BFW Nord 2019 – Prominenz und Kontoverse

LVT-19-194

Der Landesverbandstag ist immer ein Highlight im Veranstaltungskalender des BFW Landesverbands Nord. Doch selten waren die Erwartungen so groß wie 2019. Zum einen hatten sich für die Veranstaltung am 21. Februar gleich zwei Landesväter sowie ein Staatssekretär aus Berlin als Redner angesagt. Zum anderen ist die Stimmung in der hamburgischen Wohnungswirtschaft angespannt. Denn Senat und Bürgerschaft überraschten in den vergangenen Monaten mit immer neuen Maßnahmen, mit denen sie Wohnungsknappheit und steigenden Mieten begegnen wollen. Hierzu passte das Motto des Tages „Wie sozial ist die Wohnungspolitik in Bund und Ländern?“.

„Der Wohnungsmarkt ist besser als sein Ruf“

Den öffentlichen Teil des Landesverbandstags eröffnete am Nachmittag der Vorstandsvorsitzende des BFW-Landesverbands Nord, Sönke Struck, mit guten Nachrichten. Die Zahlen des jährlich erhobenen Neubaumonitorings sind rekordverdächtig: 5.632 Wohnungen haben die BFW-Mitgliedsunternehmen 2018 in Hamburg fertiggestellt. Für die die kommenden zwei bis drei Jahre sind ebenfalls gute Zahlen zu erwarten. Auch die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist positiv. „Der Wohnungsmarkt ist besser als sein Ruf“, sagte Struck. „Wir sind jetzt endlich dort, wo wir seit Jahren hinwollten. Die Zusammenarbeit im Bündnis für das Wohnen zahlt sich aus.“

Dennoch blickte Struck mit Sorge in die Zukunft. Die Ausgabe von Grundstücken über Erbbaurechte, die Ausübung von Vorkaufsrechten und die Ausweisung von immer mehr Gebieten mit Sozialer Erhaltensverordnung seien kontraproduktiv, weil sie Investoren abschrecken und den Neubau abwürgen. „So sägt die Stadt Hamburg an dem Ast, auf dem sie und die Mieter sitzen. Wir stehen jetzt an einem wichtigen Scheidepunkt: Können wir die guten Zahlen verstetigen oder setzen wir die Erfolge aufs Spiel?“

Struck warnte davor, die Bauherren als Sündenböcke abzustempeln und forderte stattdessen von der Politik verbesserte Förderungen, weniger Regulierungen und mehr Bauland. Als positives Beispiel nannte er das Land Schleswig-Holstein. Hier arbeiten Politik und Verwaltung daran, Regulierungen zurückzufahren und ein investitionsfreundliches Klima zu schaffen.

Erbbaurecht mit Augenmaß

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher übernahm als zweiter Redner das Wort. Er lobte ebenfalls das Bündnis für das Wohnen als „Erfolgsrezept der letzten Jahre“ und betonte, dass er die Wohnungswirtschaft als Partner sehe. „Das Erbbaurecht werden wir aktiver nutzen, aber nicht zum alleinigen Maßstab machen. Wir werden es mit Augenmaß einsetzen“, versprach er. „Die eigentliche Lösung der Mietfrage werden wir nicht über Regulierungen erreichen. Die Triebkraft ist das ausgewogene Verhältnis von Angebot und Nachfrage.“ Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther betonte, dass er weiterhin Freiräume schaffen, anstatt Hürden aufbauen wolle. „Ich glaube, dass Sie dieses Vertrauen verdient haben“, sagte er an die Adresse der anwesenden Wohnungsunternehmen. Außerdem stellte er die Senkung der Grunderwerbssteuer in Aussicht – wenn das Steuerschlupfloch der Share Deals geschlossen sei. Die Mietpreisbremse sowie die Kappungsgrenzenverordnung sollen wieder abgeschafft werden. Das Vergaberecht wurde bereits vereinfacht.

„Das Glas ist mehr als halbvoll“

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, war wie Sönke Struck der Meinung, dass man den Wohnungsmarkt nicht schlechtreden dürfe: „Das Glas ist mehr als halbvoll.“ Auch der Wohnungsgipfel, der im September 2018 im Kanzleramt stattgefunden hatte, habe konkrete Ergebnisse gebracht. Diese werden aktuell an unterschiedlichen Stellen bearbeitet. Im Innenministerium nehme man die Wohnungspolitik und vor allem dessen soziale Komponente sehr ernst.

Große Vision anstelle von Kleinklein

Mit wissenschaftlichem Blick beleuchtete Professor Dr. Michael Voigtländer die deutsche Wohnungspolitik. Er wies darauf hin, dass an den meisten Standorten auch die Einkommen stark gestiegen seien – noch stärker als die Mieten: „Der Boom am Immobilienmarkt wird begleitet von einem konjunkturellen Hoch.“ Insofern hätten die meisten Wohnungssuchenden vielmehr ein Problem mit der Verfügbarkeit als mit den Kosten der Wohnungen. Seine Empfehlung: den sozialen Wohnungsbau überprüfen und darauf achten, dass wirklich diejenigen vergünstigte Wohnungen erhalten, die sie benötigen. Insgesamt wünschte sich Voigtländer „mehr Drive“ und „eine große Vision, anstatt das Kleinklein der Einzelmaßnahmen“.

Alle Bürgerinnen und Bürger mitnehmen

Kontroverse war angesagt bei der anschließenden Podiumsdiskussion. Dirk Kienscherf, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg, erklärte, dass man die Bürgerinnen und Bürger „mitnehmen müsse“. Nicht jeder sei erfreut, wenn er hört, dass in Hamburg 10.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden. Dem hielt Voigtländer entgegen: „Wir können uns streiten über den Weg, aber alle Prognosen sind so, dass wir bauen müssen.“ Heike Sudmann, die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linken in Hamburg, sprach sich sehr deutlich für die Vergabe von Erbbaurechten aus, um Bodenspekulationen in der Stadt zu verhindern. Ihre Devise: „Erstens neu bauen und zweitens vorhandene Mieterinnen und Mieter schützen.“

Das sah Andreas Ibel, der Vorsitzende des BFW-Bundesverbands, anders. Er warnte vor Aktionismus: „Es ist ein Fehler, wenn der Staat meint, er wäre der bessere Unternehmer. Wir sind auf einem guten Weg und sollten nicht überdramatisieren.“ Sönke Struck pflichtete ihm bei: „Wir haben eine unheimlich gute Entwicklung und lassen uns jetzt nicht zum Buhmann machen.“

 

Zur Fotogalerie


Sönke Struck zu Gast bei Expertenrunde

In der vergangenen Woche war BFW Nord Vorsitzende Sönke Struck zu Gast bei Zinshausteam & Kenbo. In einer Expertenrunde aus Vertretern der Immobilienwirtschaft ging es um die Themen wie Vorkaufs­recht, Soziale Erhaltungsverordnung, Mietdeckelung oder Erbbaurecht.

Das ausführliche und spannende Ergebnis der Diskussionsrunde finden Sie hier.